Christian Schneider, Head of SPL: Immer anders. Und besser!

Im Supply Chain Management sorgte Christian Schneider nicht nur dafür, dass überall bei BHS Corrugated Material und Infos zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Vor allem arbeitete er stetig daran, diese Abläufe zu verbessern und einfacher zu gestalten. Inzwischen ist Schneider Head of Supply, Production & Logistics (SPL). Auch in der neuen Position ist die Trägheit sein Feind, Veränderung sein Vergnügen. Und davon hat er offenbar reichlich, denn: „Irgendwie geht’s immer anders und besser!“

 

„Abläufe“: nicht spannend? Doch, megaspannend!

„Abläufe“: Das klingt nicht sehr aufregend. Doch eine einzige Wellpappen-Anlage zu bauen, auszuliefern und pünktlich beim Kunden in Betrieb zu nehmen, bedeutet eine detaillierte, weltumspannende Abstimmung. In einer Anlage reihen sich rund 40 Maschinen auf einer Länge von bis zu 150 Metern aneinander. Maschinen montiert BHS Corrugated in Deutschland, China und Tschechien, Riffelwalzen in Deutschland, China, Italien, Brasilien und den USA. Nur wenn alle Standorte sich perfekt aufeinander abstimmen, sich zielgerichtet austauschen und termintreu liefern – wenn also alle Abläufe wie geschmiert und fein aufeinander abgestimmt funktionieren: Dann kann das Montage-Team die Maschinen pünktlich und in der richtigen Reihenfolge beim Kunden aufstellen und somit die Kundenerwartung erfüllen. Hier steckt noch viel Potenzial und das will BHS Corrugated heben!

Christian Schneider

Job: Head of Supply, Production & Logistics (SPL).

Veränderungs-Faktor: 10/10. Will Abläufe so einfach wie möglich gestalten.

Typ: Prozessmensch.

Haltung: „Wer sich als Zentrum sieht, wird träge.“

Lean Management: aus der Analyse über die Ursache zur Lösung

„Lean“ ist immer noch das Ziel jeder Prozessoptimierung. Überflüssiger Aufwand soll identifiziert, Verschwendung vermieden und die Lieferkette (Supply Chain) optimiert werden. „Wir arbeiten unter anderem mit Six Sigma, um Prozesse zu verschlanken – und um uns allen das Leben einfacher zu machen“, erklärt Christian Schneider. „Entscheidungen dürfen nicht aus dem Bauch heraus getroffen werden; wir kommen aus der Analyse über die Ursache zur Lösung. Der Einsatz von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) muss letztendlich dazu dienen, Verschwendungen zu vermeiden … ansonsten bleibt es nur Selbstzweck um der Digitalisierung willen!“

Kurz erklärt: Lean Management & Six Sigma

Lean Management will Ziele effizient erreichen – also mit geringstmöglichem Einsatz (zum Beispiel von Material, Kosten, Zeit). BHS Corrugated arbeitet mit der Six-Sigma-Methode, um Prozesse zu verbessern und zu verschlanken. Dabei werden alle Abläufe mit wissenschaftlichen Methoden betrachtet und bewertet: Was sind die wesentlichen Prozesse? Wie kann man sie bestmöglich aufeinander und auf die Kundenerwartungen abstimmen? Welche Schritte sind überflüssig und können wegfallen? Wo werden Mittel verschwendet? Wer Six-Sigma-Projekte leitet, ist umfassend ausgebildet und erhält – wie in manchen Kampfsportarten – einen farbigen Gürtel. Christian Schneider ist ein „Black Belt“. Er betreute selbst große Verbesserungsprojekte und coachte „Green Belts“ auf Abteilungs- oder Team-Ebene.

Digitale Kommunikation ... und das persönliche Gespräch

Damit die Digitalisierung das Ziel – Optimierung – erreicht, müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbezogen, Informationen geteilt und der Austausch gefördert und verbessert werden.

Christian Schneider ist überzeugt: Die digitale Kommunikation kann viele Barrieren überwinden. Vorausgesetzt, sie ist gut organisiert. „BHS Corrugated wächst, hat mehr Standorte. Es geht nicht mehr, dass man zu jedem Thema eine E-Mail mit ständig wachsenden Verteilerkreisen schreibt und dann erwartet wird, dass sich irgendjemand darum kümmert. Web-Anwendungen unterstützen das Workflow-Management und lösen zunehmend den E-Mail-Verkehr ab. „Und oftmals ist es ohnehin besser, einfach miteinander zu reden, als E-Mail-Pingpong zu spielen. Die neu entdeckten Kommunikationswege, wie zum Beispiel Videoanrufe, bieten hier auch über weite Entfernungen begeisternde Möglichkeiten!“

Christian Schneider in einem Raum mit großen, runden Deckenelementen. Er hält eine Weltkugel.
Weltweit vernetzt arbeiten: bei BHS Corrugated selbstverständlich.

 

Erfolgsfaktor Networking

Christian Schneider will in der abteilungsinternen und übergreifenden Zusammenarbeit „nicht Fehler aufzeigen, sondern Lösungen erarbeiten“. Deshalb ist er in Netzwerken aktiv, tauscht sich regelmäßig mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen und Branchen aus, zum Beispiel auf Kongressen. „Ich will erfahren, wie andere ticken und was andere tun. Denn: Irgendwie geht’s immer anders und besser … und oftmals merkt man auch, dass wir in der BHS mit unseren Ideen und Ansätzen auf dem richtigen Weg sind.“

Jeder im Unternehmen ist Kunde und Lieferant

Optimale Abläufe sind auch eine Frage der Haltung. Hier wird Christian Schneider leidenschaftlich: „Natürlich sieht jeder Mensch seinen Job als wichtig an. Aber wichtig ist seine Aufgabe als Beitrag für die nächste Station! Jeder im Unternehmen ist zugleich Kunde und Lieferant“, sagt der Manager und erklärt gleich weiter: „Jeder muss wissen, dass ein anderer zum Zeitpunkt X seinen Output als Input braucht.“

Die Sonne ist träger als die Erde. Wenn ich mich im Mittelpunkt sehe, dann führt das zur Trägheit.

Christian Schneider, Head of SPL bei BHS Corrugated

Entscheidungen treffen dürfen

Wichtig für ein erfolgreiches Management ist eine gut entwickelte Fehlerkultur. „Ich gebe oftmals nur die Ziele vor“, sagt Christian Schneider, „nicht die Leitplanken auf dem Weg dorthin. Die Leute müssen Entscheidungen treffen dürfen! Und zu Entscheidungen gehören Fehler … das ist kein Problem, solange man Fehler schnell bemerkt, einsieht, offen kommuniziert und abstellt. Daraus können wir lernen und dadurch werden wir uns weiterentwickeln.“

Aber wollen (und müssen) alle Beschäftigten wirklich Entscheider sein? „Nein“, betont Christian Schneider. „Sind Prozesse etabliert, sind auch die Abläufe vorgegeben. Und hier ist es extrem wichtig, dass man sich orientieren kann, was zu tun ist. Vor allem dadurch wird zum Erfolg beigetragen, hier wird Wertschöpfung betrieben! Manche entwickeln sich aber ganz unerwartet, wenn sie die Chance bekommen, Verantwortung zu übernehmen und selbst zu entscheiden. Jeder darf und soll sich in Prozessoptimierung und Projekte mit seinen Ideen einbringen und sich so empfehlen.“

Ich gebe nur die Ziele vor, nicht die Leitplanken auf dem Weg dorthin.

Christian Schneider

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