Kui Hou, Projektmanager: Ich kann alles ausprobieren!

„Warum hat sich China so stark entwickelt?“, fragt Kui Hou und antwortet gleich selbst: „Die Menschen in China stellen sich schnell auf neue Herausforderungen ein.“ Kui Hou stammt aus der chinesischen Stadt Tianjin. Am BHS-Hauptsitz in Weiherhammer ist er für die chinesischen Kunden als Projektleiter flexibel.

 

Netzwerker zwischen Weiherhammer und China

Kui Hou lebt seit 2002 in Deutschland. In Berlin studierte er Energie- und Verfahrenstechnik, danach Informationstechnik und Management. Bei BHS Corrugated betreut er das Verkaufsgebiet Asien-Pazifik und China. Wenn ein Wellpappen-Hersteller eine neue Anlage bestellt, übernimmt Kui Hou das gesamte Projekt: managt den Bau der Maschinen, den Transport und den Aufbau in der Produktionshalle des Kunden. Außerdem ist er verantwortlich für die interne Kommunikation und Organisation zwischen den Projektabteilungen in Weiherhammer und Shanghai sowie für Zeitpläne, Qualitätssicherung und die Endabnahme.

Kui Hou

Job: Projektmanager.

Veränderungs-Faktor: 10/10. Kui Hou genießt den Freiraum für Experimente. In China und in der Oberpfalz.

Typ: Torwart!

Haltung: „Ich bin immer für dich da. (Und dein Bier ist auch mein Bier.)“

Erfolgsfaktor Flexibilität

Als Ingenieur und Manager ist Kui Hou in der Fertigungshalle genauso zu Hause wie im Büro. Und nach fast 20 Jahren in Deutschland handelt er zwar „eher deutsch“. Doch eine chinesische Stärke hat er bewahrt und entwickelt: die Flexibilität.

Ich bin immer für euch da

Um 10 Uhr chinesischer Zeit ist es in Weiherhammer 4 Uhr morgens. Doch wann immer es eine dringende Frage oder ein Problem gibt, ist Kui Hou erreichbar. „Ich signalisiere unseren Kunden: Ich bin immer für euch da.“ Als Manager, sagt Kui Hou, könne er Probleme nicht im Detail lösen. Aber er kann die Lösung organisieren. „Ich muss den Überblick haben und jederzeit schnell und effizient handeln.“

Kui Hou steht in der Mitte eines Fußballtors. Er hält einen Fußball und blickt direkt in den Kamera.
Immer die Übersicht, im Fußball wie im Projektmanagement.

 

Was haben ein Torwart und ein Manager gemeinsam?

Kui Hou spielt Fußball. Auf welcher Position? „Torwart“, antwortet er und schiebt lächelnd nach: „Natürlich“. Natürlich, wieso? „Der Torwart managt die Abwehr und dirigiert die Raumdeckung: Er muss immer die Übersicht haben. Er muss in Millisekunden Entscheidungen treffen. Und er wird nur am Erfolg gemessen: Dass er tausend Bälle hält, ist normal. Aber ein Fehler – und er ist fertig.“ In China spielte Kui Hou Fußball, machte eine Torwart-Ausbildung und dachte an eine Profikarriere. Heute helfen ihm seine Torwart-Sinne im Beruf.

Eine Wellpappen-Anlage zu verkaufen: Das ist ein Großprojekt. Eine Anlage besteht aus rund 40 Maschinen, ist bis zu 180 Meter lang, bringt so viel auf die Waage wie 100 Elefantenbullen und kann, mit Updates, jahrzehntelang laufen. Vom Angebot über den Bau, den Transport und den Aufbau beim Kunden bis zur Endabnahme vergehen sechs bis acht Monate.

WOW!

Management im Dreieck

Für seinen Job bei BHS Corrugated wendet Kui Hou ein Dreiecksmodell an. An einer Spitze des Dreiecks sitzt der Kunde, an der zweiten er selbst, an der dritten der Produktionsstandort Shanghai. Mit Fragen oder Problemen wenden sich die Kunden an Kui Hou. Er prüft, ob das Team in China übernehmen kann; falls nicht, aktiviert er seine Kolleginnen und Kollegen in Weiherhammer.

Bei BHS Corrugated habe ich Freiraum für Experimente. Ich kann alles ausprobieren und herausfinden, wie ich am erfolgreichsten arbeiten kann.

Kui Hou, Projektmanager bei BHS Corrugated

„Ich weiß noch nicht, ob dieses Modell besser funktioniert als die Abläufe früher“, gibt Kui Hou zu. „Aber mir hilft es, die Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Ich will die Effektivität steigern, die Verluste senken und die Prozesse beschleunigen.“ Er ist froh über seinen Gestaltungsspielraum und das Vertrauen seiner Vorgesetzten. „Ich konnte auf meiner Ebene schon etwas bewegen.“

Flexibel zu sein heißt auch: „grenzenlos“ denken

Flexibilität bedeutet für Kui Hou auch: über den Tellerrand zu schauen und zu denken. „Oft denken Menschen im Management noch im alten Style und sagen: Das ist nicht mein Bier. Ich finde: Das gesamte Unternehmen muss sich Gedanken machen und die Zusammenarbeit gestalten – über Abteilungsgrenzen hinweg: Dein Bier ist auch mein Bier.“

Gecheckt: Tianjin vs. Weiherhammer
Kui Hou stammt aus der 10-Millionen-Einwohner-Stadt Tianjin in China. Heute arbeitet er bei BHS Corrugated in Weiherhammer (Oberpfalz) und lebt im nahe gelegenen Weiden. Hier leben gerade mal eine Million Menschen. Nein, nicht in Weiherhammer, auch nicht in Weiden, sondern in der gesamten Oberpfalz. „Das spielt für mich keine Rolle“, sagt Kui Hou, „solange die Arbeit Spaß macht.“

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